SENKUNG
DER LOHNNEBENKOSTEN
Damit Menschen und Wirtschaft Luft zum Atmen bleibt!


Die Bundesregierung muss die Senkung der Lohnnebenkosten endlich zur Top-Priorität erklären. Ohne eine echte Entlastung von Arbeit bleibt jede Standortdebatte unvollständig.
Unsere konkreten
VORSCHLÄGE
Expert:innen sind sich einig: Arbeit ist in Österreich zu teuer – und den Menschen bleibt zu wenig übrig. Trotzdem sagt die Bundesregierung bei der Senkung der Lohnnebenkosten: Dafür ist kein Geld da. Wir sagen: Das stimmt so nicht. Es gibt sehr wohl Möglichkeiten zur Gegenfinanzierung – und eine Reihe von Sofortmaßnahmen, die überhaupt keine Gegenfinanzierung brauchen. Genau dafür legen wir konkrete Vorschläge auf den Tisch.
Der Beitrag zum Familienlastenausgleichsfonds soll abgeschafft werden. Diese Maßnahme würde Arbeitnehmer:innen und Unternehmen um rund 8,7 Mrd. € pro Jahr entlasten.
Die Familienbeihilfe soll nach Einkommen gestaffelt werden, sodass Familien mit niedrigen Einkommen stärker profitieren, während sehr hohe Einkommen keine Leistungen mehr erhalten.
Die Finanzierung erfolgt über eine zielgerichtete Reform der Leistungen, zusätzliche Steuereinnahmen durch mehr Beschäftigung sowie Mittel aus dem allgemeinen Budget.
Die Kammerumlage 2, die auf Basis der Lohnkosten berechnet wird, soll ersatzlos gestrichen werden, weil sie Beschäftigung zusätzlich verteuert. Dadurch würden Unternehmen um rund 430–440 Mio. € pro Jahr entlastet.
Die Umlage ist per Verordnung geregelt und könnte daher durch eine einzige Unterschrift des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit sofort ausgesetzt werden.
Die Gegenfinanzierung erfolgt über Einsparungen innerhalb der Wirtschaftskammerorganisation sowie über Rücklagen.
Die Beiträge zur Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) sollen um 50 % reduziert werden. Dadurch würden Unternehmen um rund 800 Mio. € pro Jahr entlastet.
Die Zahl der Arbeitsunfälle ist langfristig gesunken, gleichzeitig verfügt die AUVA über Rücklagen von mehr als 1,1 Mrd. €.
Diese Rücklagen sowie Effizienzgewinne ermöglichen eine Beitragssenkung, ohne Leistungen für Arbeitnehmer:innen einzuschränken.
In Wien wurde der Wohnbauförderungsbeitrag mit 1. Jänner 2026 von 1 % auf 1,5 % der Bemessungsgrundlage erhöht. Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber zahlen seither jeweils 0,75 %.
Diese Erhöhung soll zurückgenommen werden. Dadurch bleibt den Menschen unmittelbar mehr Geld im monatlichen Einkommen.
Die Maßnahme würde Arbeitnehmer:innen und Unternehmen zusammen um rund 190 Mio. € pro Jahr entlasten.
Ohne echte Reformen
KEIN WACHSTUM
Was eine
SENKUNG BRINGEN WÜRDE
Niedrigere Arbeitskosten erhöhen den finanziellen Spielraum der Unternehmen. In Kollektivvertragsverhandlungen oder bei individuellen Gehaltserhöhungen kann ein Teil der Entlastung an Beschäftigte weitergegeben werden.
Wenn Arbeit günstiger wird, steigt die Attraktivität des Standorts für Investitionen. Unternehmen erweitern eher ihre Produktion oder entscheiden sich eher für Österreich als für andere Länder. Das verbessert auch die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen und Produkte im internationalen Vergleich.
Eine Senkung der Lohnnebenkosten reduziert kurzfristig die Einnahmen des Staates und erhöht damit den Druck, Ausgaben zu überprüfen und effizienter zu gestalten. Dadurch entsteht ein Anreiz, Doppelstrukturen abzubauen, Verwaltung effizienter zu organisieren und öffentliche Mittel gezielter einzusetzen. Langfristig kann dies zu einem schlankeren und leistungsfähigeren Staat beitragen.
Mehr Beschäftigung, Investitionen und wirtschaftliche Aktivität erhöhen langfristig das Steueraufkommen. Ein Teil der Entlastung kann sich dadurch über Zeit selbst finanzieren.

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